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Technische Daten Flüssiggas

Brenntechnische Eigenschaften

Jede Energie birgt gewisse Gefahren in sich, wenn mit ihr falsch oder leichtfertig umgegangen wird. Dies zu verhindern ist Sinn der Vorschriften, die für jede Energieart bestehen und die sich einerseits an den Anlagenbauer und andererseits an den Verbraucher wenden.

Voraussetzung für die Verbrennung von Gasen ist die Mischung mit Luft (Sauerstoff). In einem bestimmten Mischungsverhältnis, das bei den verschiedenen Gasen unterschiedlich ist, kann sich ein explosives Gemisch bilden. Flüssiggas hat von
allen Gasen mit 2-9,5 % Gas-Anteil in der Luft hier den engsten Bereich
(zum Vergleich Erdgas 6-16 %).

Flüssiggas-Behälter sind in sich geschlossene Drucksysteme. Es kann sich somit durch das Fehlen von Luft kein brennbares oder explosives Gas-/Luftgemisch bilden. Die Ausströmungsgeschwindigkeit des Flüssiggases ist immer größer als die Zündgeschwindigkeit. Dadurch kann es zu keiner Rückzündung und somit auch zu keiner Explosion in einem Behälter kommen.

Darüber hinaus sind alle modernen Gasgeräte so gesichert, daß Gas nicht ungewollt und unverbrannt ausströmen kann. Die Sicherheit der Verbraucher ist also in vollem Umfang gewährleistet.

Flüssiggas ist ein reines Kohlenwassestoffgemisch und daher ungiftig.

In Deutschland muß Propan- bzw. Butangas der DIN 51 622 und 51 619 entsprechen. 

Propan

Handelsübliches Propan ist ein Gemisch aus mind. 95% Massenanteile Propan
und Propen; der Propangehalt muß überwiegen. Der Rest darf aus Ethan, Ethen, Butan- und Butenisomeren bestehen.

Butan

Handelsübliches Butan ist ein Gemisch aus mind. 95% Massenanteile Butan- und Butenisomere; der Gehalt an Butanisomeren  muß überwiegen. Der Rest darf aus Propan, Propen, Pentan- und Pentenisomeren bestehen.

Propan C3H8

Butan C4H10

Physikalische Daten Flüssiggas

 

Propan

n-Butan

Dichte der flüssigen Phase

bei 15oC in kg/l

0,51

0,58

Dichte des Gases

bei 0oC 1 bar kg/Nm3

2,011

2,708

Dichteverhältnisse gg. Luft (Luft = 1)

 

1,55

2,09

Spezifisches Volumen flüssig von 1 kg Flüssiggas

bei 0oC in l

1,88

1,68

bei 15oC in l

1,96

1,72

Volumen von 1 kg Gas (bei 1 bar)

bei 0oC in l

508

373

bei 15oC in l

535

393

Dampfdruck in bar Überdruck

bei 20oC

7,353

1,089

bei 0oC

3,703

0,059

bei -10oC

2,424

-

Siedepunkt

in oC bei 1,103 bar

-42

-0,5

Verdampfungswärme bei oC

kW/kg

0,105

0,106

Unterer Heizwert Hu 0oC 1 bar

kWh/kg

12,87

12,72

kWh/m3

25,99

34,32

Wobbezahl Wu bezogen auf Hu (kWh)

 

20,79

23,74

Flammentemperatur in oC

mit Luft

1925

1895

mit Sauerstoff

2850

2850

Zündtmperatur mit Luft

oC

510

430

Zündgrenzen (Explosionsgrenze) mit Luft in Vol. % Gas

 

2 - 9,5

1,5 - 8,5

Verbrennungsgeschw. mit Luft

cm/sec

42

39

Luftbedarf für Verbrennung in m3

je m3

23,9

31

je kg

12,1

12

Sauerstoffbedarf in m3

je m3

5,0

6,5

je kg

2,6

2,5

Volumen aller Verbrennungsprodukte, feucht in m3

je m3 Gas

26

33

Taupunkt der Verbrennungsprodukte

oC

55

55

CO2 max. (Vol. %)

 

13,8

14,1

Was ist unter Heizwert (Hu) zu verstehen?

Heizwert nennt man den Teil der Wärme, der bei der Verbrennung ohne die im Wasserdampf enthaltene Wärmemenge frei wird. Die ermittelten Werte basieren auf dem Normzustand (0oC, 1013,25 mbar).

Energieträger

Einheiten

Heizwert Hu
kWh

Propan

kg

12,874

Butan

kg

12,700

Was bedeutet der Begriff Brennwert (H o)?

Der Brennwert eines Gases bezieht sich auf die gesamte Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeters Gas frei wird. Der ermittelte Wert  basiert auf dem Normzustand (0oC, 1013,25 mbar).

Energieträger

Einheiten

Brennwert Ho
kWh

Propan

kg

14,00

Butan

kg

13,77

Dampfdruck für Propan und Butan in Abhängigkeit von der Temperatur

Die Dampfdruckkurve zeigt den Zusammenhang zwischen Druck und Temperatur
im Siedezustand, sie gilt nur bei gleichzeitigem Vorhandensein der flüssigen und gasförmigen Phase.

Flüssiggas-Versorgungsanlagen

Flaschenanlagen

In Flaschen ist Flüssiggas eine wirklich “mobile” Energie. Das ist besonders wichtig für Verbrauchsstellen mit wechselnden Standorten, z.B. bei Camping, im Handwerk,
im Baugewerbe, in der Autogentechnik u.ä.

Kleinflaschenanlagen mit 5 und 11 kg Flaschen eignen sich besonders für die Versorgung von Gasgeräten mit geringem Verbrauch für die vielseitigen Anwendungsgebiete in Freizeit und Gewerbe. Dabei ist von Vorteil, daß die Flaschen auch in geschl. Räumen aufgestellt werden können.

Großflaschenanlagen mit 33 kg Flaschen sind auch für den größeren Verbrauch geeignet. Reicht eine Einflaschenanlage nicht aus, stehen Flaschenbatterien mit bis
zu 2 x 8 Flaschen zur Verfügung. Der Aufbau dieser Versorgungsanlagen sieht immer auch Reserveflaschen vor, die über Hand- oder automatische Umschaltung für eine ununterbrochene Gaszufuhr sorgen. In der Regel ist die Aufstellung als Außenanlage auszuführen. Für Gewerbe und Industrie gelten andere Bestimmungen als für den Haushalts- oder Freizeitbereich. Bei Aufstellung im Freien müssen die Flaschen gegen den Zugriff Unbefugter geschützt werden, z.B. durch einen Flaschenschrank.

Eines Schutzbereiches bedarf es bei Einzelflaschen mit einem zulässigen Füllgewicht bis 14 kg nicht. 

Füllung

425 g

5 kg

11 kg

33 kg

Rauminhalt (ca.) - Liter

1

11,8

27,2

79

Leergewicht (ca.) - kg

1,8

6,6

13,1

35,5

Außendurchmesser - mm

84

229

300

318

Gesamthöhe (Länge) - mm

320

505

600

1290

Prüfüberdruck - bar

22,5

30

30

30

Entnahmeleistung aus Behältern (gasförmige Entnahme)

Flaschen

5 kg

11 kg

33 kg

Belastungsmöglichkeit kg/h bei ununterbrochener Gasentahme

0,2

0,3

0,6

Belastungsmöglichkeit kg/h bei 50 % Unterbrechung

0,5

0,8

1,8

Belastungsmöglichkeit kg/h bei stoßweiser Entnahme (20 Min.)

1,5

2,0

3,0

Abmessungen der Schutzbereiche für Flüssiggasflaschen

bei Entnahme aus

Höhe h (m) Radius r (m)

Entleeren

im Freien Gase schwerer als Luft

in Räumen Gase schwerer als Luft

der Gasphase

Einzelflasche über 14 kg und Batterie mit 2 bis 6 Flaschen

h

0,5

1

r

1

2

Batterie mit mehr als 6  Flaschen

h

0,5

1

r

2

3

der Flüssigphase

h

0,5

ganzer Raum

r

3

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